Danke Ulla!

Veröffentlicht am 06.11.2011 in Landespolitik

v.l.n.r. Sozialministerin Kathrin Altpeter, Claus Schmiedel, Lisa Haußmann, Ulla Haußmann, Landtagspräsident Guido Wolf, Landrat Klaus Pavel

Ulla Haußmann, die langjährige SPD-Landtagsabgeordnete wurde am Sonntag, 6. November im Rahmen einer Festveranstaltung aus ihrem Amt als Landtagsabgeordnete verabschiedet.

Sehr viele waren der Einladung von Landrat Klaus Pavel gefolgt. Viele Männer und Frauen, die über viele Jahre mit Ulla Haußmann zusammengearbeitet hatten. Bürgermeister und Kreisräte, die früheren stellvertretenden Landtagspräsidenten Frieder Birzele und Dr. Alfred Geisel, Sozialministerin Katrin Altpeter, Marga Elser, die ehemalige Bundestagsabgeordnete und viele Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten aus dem ganzen Land.

Als hartnäckig und fordernd, charakterisiert Klaus Pavel sie. Als kämpferisch, zielorientiert, verlässlich – als Abgeordnete zum anfassen. Ulla Haußmann habe sich in 14 Jahren als Landtagsabgeordnete nicht geschont, sie habe sich um die Menschen gekümmert. „Ulla, du warst überall präsent.“

Der neue Landtagspräsident und Ravensburger CDU-Abgeordnete Guido Wolf, der sich Ulla Haußmann in Freundschaft verbunden fühlt. „Sie schafft Vertrauen“, sagt er. Ulla Haußmann stehe für Humor und für Mut. „Bis heute. Sie zeigt ihre Krankheit, sie versteckt sich nicht. Er beschrieb Ulla Haußmann als Menschen, wie man sie nicht oft im Politikbetrieb finden würde.“
Ulla Haußmann konnte wegen ihrer schweren Erkrankung nicht mehr in die heiße Wahlkampfphase eingreifen. Die SPD hat das Landtagsmandat im Wahlkreis Aalen verpasst, das sie seit 1972 erobern konnte. 1997 war Haußmann als Ersatzbewerberin für den damals erkrankten Ulrich Pfeifle in den Landtag nachgerückt. Klaus Pavel erinnert auch an ihre kommunalpolitischen Aufgaben. 1989 bis 2005 war sie Ortschaftsrätin in Ebnat, 1994 bis 1997 Stadträtin in Aalen. Darüber hinaus ist die 58-Jährige Mitglied bei der Arbeiterwohlfahrt, sowie stellvertretende Vorsitzende des Turngau Ostwürttemberg.

Im Landtag arbeitete Ulla Haußmann als sucht-, sozial- und gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. Fraktionschef Claus Schmiedel erinnert sich: Als er noch wirtschaftspolitischer Sprecher war, war er weniger gefragt als sie. „Das Fernsehen ruft immer nach der Ulla Haußmann, weil sie in der Lage ist, komplizierte Sachen zu erklären.“ Nämlich: „Was bedeutet es für die Menschen, wie kommt so ein Gesetz an?“ Ulla Haußmann habe geackert, sagt Schmiedel. Sie sei ein leuchtendes Beispiel als Politikerin. Sie zähle zu denen, die für andere da seien und nicht für sich selbst. Zur aktuellen Landespolitik sagt er: „Liebe Ulla, was du gesät hast, geht auf.“

„Du bist unsere Abgeordnete mit großem sozialen Herzen“, sagt Josef Mischko als „Zweitkandidat, Genosse und Freund“. Der SPD-Kreisvorsitzende erinnert daran, wie Ulla Haußmann in den frühen 90er Jahren um Arbeitsplätze gekämpft hat. Damals waren etliche Betriebe der Ostalb schwer angeschlagen gewesen. Der Aalener Amtsgerichtsdirektor Michael Lang überreicht einen Scheck über 5000 Euro vom Hilfsverein des Amtsgerichts an die Aids-Hilfe, die ihr so sehr am Herzen liegt.
Ulla Haußmann verzichtet auf Worte am Rednerpult. Tochter Lisa bedankt sich für ihre Mutter und verliest einige Zeilen von Ulla Haußmann: Die Arbeit als Landtagsabgeordnete sei eine Ehre für sie gewesen, sie hoffe, dass die Menschen sie in guter Erinnerung behalten. „Es wird noch eine ganze Weile dauern, bis ich mich an diese neue Situation gewöhnt habe.“ Die Big Band des Wasseralfinger Kopernikus-Gymnasiums begleitet sehr gekonnt die Feier.

 

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Leni Breymaier MdB

Leni Breymaier

SPD-Bundestagsabgeortnete für den
Wahlkreis Aalen – Heidenheim

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